Freudenmädchen
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Oma und und die kleine Anne gehen einkaufen.



Anne kann sich nicht mehr erinnern, wann Oma und sie zum ersten Mal einkaufen gegangen sind.
Aber das interessiert ja auch niemanden wenn man es genau nimmt, und das tut man immerfort!
Wenn Anne und Oma einkaufen gehen, dann ist das ein Ereignis.
Denn die Oma ist nicht irgendeine Oma, sondern Annes Oma, und Anne ist nicht irgendeine
Anne, sondern Omas Anne. Nachdem dieser Umstand geklärt ist geht es los und vorwärts zum Einkaufen.
Wenn Anne mit Oma einkaufen geht, dann fällt immer etwas für sie ab.
Sei es eine gehaltlose Mädchenzeitschrift, sei es ein Überraschungsei, oder sei es eine Falten vorbeugende
Creme, denn Oma weiß, was die jungen Mädchen heutzutage brauchen und wünschen.
Einmal ist die Oma ausgeraubt worden, das weiß Anne noch ganz genau. Denn Anne hat sich von hinten auf den Dieb
gestürzt und ihn mit ihren muskulösen Armen und Beinen zu Boden gerungen.
Der Krankenwagen musste auch kommen. Zur Belohnung gabs dann von der Oma ein Eis.
Die Oma ist siebzig Jahre alt und die Anne ist zehn.
Die Oma fragt die Anne bei jedem Einkauf, ob sie denn einen Freund habe. Die jungen Mädchen heutzutage
seien fesch doch.
Die Anne sagt dann immer, dass sie doch gar keinen Freund brauche, denn sie habe ja die Oma.
Dafür gibt es Gummibärchen. Schokolade gibt es, wenn Anne heimlich Magermilch in ihrer Hosentasche verschwinden lässt.
Die Packung wird im Geschäft gelassen.
Kekse gibt es wenn Anne die Oma in Ruhe mit dem hauseigenen Supermarktmetzger flirten lässt. Hundert Kilo
Menschenfleisch zum halben Preis.
Zigaretten gibt es wenn Anne das Haarfärbemittel zur Milch in die Tasche steckt. Denn wie peinlich ist es doch
der Oma ein Haarfärbemittel zu kaufen. Wenn Anne es zu Hause auspackt kriegt sie gar eine Ohrfeige fürs Klauen
und die Zigaretten hintendrein.
28.3.07 19:50
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Der Hohnepieperich, welche pie (28.3.07 21:13)
Moment, Mädchenzeitschriften sind nicht gehaltvoll ? Entsetzliche Lüge.

Wie dem auch sei. Die Geschichte ist ja wohl gedacht als laber-guten-tag-tratsch-form. Das wurde Konsequent durchgehalten, zum Vorteil, denn so wird die Wirkung der immer absurder werdenden Erzählung nur noch verstärkt. Mir gefällt es. Am Ende der Lektüre habe ich zwar nicht gelacht, aber ein sehr breites Grinsen auf dem Gesicht, was bei unförmigen Zeitgenossen wir mir reichlich blöde aussieht, aber egal.

Fazit: Ich mag Verfremdung, egal wo. Ob neuartige Klanginstallationen, große sinnlose surreale Rauminstallitionen oder eben surreale Kunst, die Verfremdung liebe ich. Am liebsten würde ich durch eine vollkommen abstrahierte Welt wandeln, was mir, da ich Drogen ablehne leider nicht vergönnt ist. Dein Text ist Verfremdung, also gut, und das Fazit viel zu lang.

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