Freudenmädchen
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Die gutherzigen kleinen Schneehasen

Im Wald lebte ein altes Ehepaar. Der Alte ging jeden Tag zur Jagd hinaus und kam mit leeren Händen zurück. Jeden Tag haderte das alte Weib mit ihm.

Im Winter legte der Alte an einer Stelle, an der oft Schneehasen vorbeikamen, eine Falle aus. Kein einziger Hase ging ihm in die Falle. Das alte Weib schimpfte so sehr mit ihm, dass ihm nichts anderes übrigblieb, als sich ganz warm anzuziehen und sich regungslos in den Schnee zu legen.

Der erste kleine Schneehase, der ihn sah, erschrak und rannte fort. Der zweite hoppelte um ihn herum und lief dann auch weg. Der dritte dachte, er sei im Schnee erfroren, hatte Mitleid mit ihm und rief schnell die anderen Schneehasen:

"Boomi-, Boomi-,
Ihr Gefährten im Walde,
Ihr Gefährten, die ihr überall herumspielt,
kommt schnell hergerannt -
Im Schnee ist ein alter Mann erfroren!"

Nach einer Weile hatten sich viele, viele kleine Schneehasen gesammelt. Sie berieten den halben Tag lang, dann hoben sie den Alten auf und brachten ihn, seinen Fußspuren folgend, zurück nach Hause.

Die Alte hatte den Eingang verschlossen, da riefen die Hasen:

"Boomi-, Boomi-, Großmütterchen, mach schnell auf, Das Großväterchen ist im Schnee erfroren, Mach schnell auf, Großmütterchen! Wir bringen das Großväterchen zurück nach Hause!"


Als die Alte die kleinen Schneehasen sah, platzte sie beinah vor Freude. Schnell machte sie, nahm den Alten in Empfang und lockte auch die Hasen herein, indem sie vorgab, sie könnten sich eine Weile am Feuer wärmen. Heimlich gab sie dem Alten einen Schlegel in die Hand, dann verschloß sie schnell den Eingang. Der Alte sprang auf und schlug die kleinen Schneehasen, einen nach dem anderen, alle tot. So wurden die gutherzigen kleinen Schneehasen alle im Kessel der beiden Alten gekocht.

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21.3.07 18:19


Oma und und die kleine Anne gehen einkaufen.



Anne kann sich nicht mehr erinnern, wann Oma und sie zum ersten Mal einkaufen gegangen sind.
Aber das interessiert ja auch niemanden wenn man es genau nimmt, und das tut man immerfort!
Wenn Anne und Oma einkaufen gehen, dann ist das ein Ereignis.
Denn die Oma ist nicht irgendeine Oma, sondern Annes Oma, und Anne ist nicht irgendeine
Anne, sondern Omas Anne. Nachdem dieser Umstand geklärt ist geht es los und vorwärts zum Einkaufen.
Wenn Anne mit Oma einkaufen geht, dann fällt immer etwas für sie ab.
Sei es eine gehaltlose Mädchenzeitschrift, sei es ein Überraschungsei, oder sei es eine Falten vorbeugende
Creme, denn Oma weiß, was die jungen Mädchen heutzutage brauchen und wünschen.
Einmal ist die Oma ausgeraubt worden, das weiß Anne noch ganz genau. Denn Anne hat sich von hinten auf den Dieb
gestürzt und ihn mit ihren muskulösen Armen und Beinen zu Boden gerungen.
Der Krankenwagen musste auch kommen. Zur Belohnung gabs dann von der Oma ein Eis.
Die Oma ist siebzig Jahre alt und die Anne ist zehn.
Die Oma fragt die Anne bei jedem Einkauf, ob sie denn einen Freund habe. Die jungen Mädchen heutzutage
seien fesch doch.
Die Anne sagt dann immer, dass sie doch gar keinen Freund brauche, denn sie habe ja die Oma.
Dafür gibt es Gummibärchen. Schokolade gibt es, wenn Anne heimlich Magermilch in ihrer Hosentasche verschwinden lässt.
Die Packung wird im Geschäft gelassen.
Kekse gibt es wenn Anne die Oma in Ruhe mit dem hauseigenen Supermarktmetzger flirten lässt. Hundert Kilo
Menschenfleisch zum halben Preis.
Zigaretten gibt es wenn Anne das Haarfärbemittel zur Milch in die Tasche steckt. Denn wie peinlich ist es doch
der Oma ein Haarfärbemittel zu kaufen. Wenn Anne es zu Hause auspackt kriegt sie gar eine Ohrfeige fürs Klauen
und die Zigaretten hintendrein.
28.3.07 19:50


Geschichten von der Prinzessin I

Das Volk hatte sich vor den Räumen der Prinzessin versammelt.
Der stinkende Mob ekelte sie zutiefst.
Voll Wut riss sie die Türen ihres Gemaches auf und schrie: "Dann sollen sie doch Kuchen
essen!"
Der Mob blieb einen Moment still, kratzte sich am Kopf und entschied sich dann ver-
nünftigerweise dafür zu rebellieren.
"Wir nehmen das nicht länger hin!" rief er und "Der Kopf muss ab!"
Die blauen und wunderschönen Augen der Prinzessin wurden groß und sie beschloss
nach Frankfurt zu ziehen. Schnell und emsig packte sie ihre sieben Köfferchen
und war gerade dabei die königlichen Paläste zu verlassen, als der wütende Mob sie aufgriff.
Sie schrie und schrie, doch der Mob, der seine Seele an Robespierre verkauft hatte, drehte
ihr nur noch fester die Arme auf den Rücken.
Als die Prinzessin drohte, alles ihrem Vater dem König zu berichten, hielt der Mob eben
dessen Kopf hoch. Die Prinzessin wurde augenblicklich ohnmächtig und der Mob schüttelte
sich vor Lachen.
In einem Ohnmachtszustand kann sich der Mensch verständlicherweise nicht wehren und so
wurde die Prinzessin zum Hauptversammlungsort des Mobs gebracht, nämlich zum
Hinrichtungsplatz.
All die kleinen Blumen am Wegesrand glitten an den ohnmachtsvoll geschlossenen Augen
der Prinzessin vorbei, ohne von ihr bemerkt zu werden.
Und die Tauben in den Bäumen vergossen bittere Tränen um die kleine Prinzessin.
Noch eine Woche zuvor hatten sie ihr ein Kleid geschenkt, so gülden und wundervoll,
dass die Prinzessin benso wie die Tauben jetzt, hatte weinen müssen. Und Tränen
standen der Prinzessin ausgesprochen gut.
Die Prinzessin erwachte, als der Mob versuchte ihren Kopf in die richtige Position für das
Hinrichtungshackbeil zu bringen. Als sie dies jedoch bemerkte schrie sie auf und wollte
den Chef dieser ganzen Versammlung sprechen. "Der Chef bin ich" lachte der Mob und
ließ das Hackbeil auf sie niederfallen.
So ästhetisch schön wie die kleine Prinzessin, war wohl noch nie jemand dem Hackbeil zum
Opfer gefallen, denn ein Raunen ging durch den Mob.
Verwirrt schaute er um sich um sich zu vergewissern, dass diese unglaubliche Ästhetik denn
noch sonst jemand mitbekommen hatte.
Und in der tat. Drei alte Weiber am Rande der Versammlung waren in die Knie gesunken und
beteten zu Gott.
"Ihr alten Frauen", murrte der Mob, "warum betet ihr so klagend?"
"Das ist unsere Aufgabe" kreischten sie zurück, "alte Frauen am Rande der Versammlung klagen
und beten nunmal!"
Damit war das Thema erledigt und der Prinz, der zu spät zur Rettung seiner Prinzessin kam,
ließ sich doch zum Feierabendbier überreden.
Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er heute noch.


28.3.07 20:37





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